08.10.2026
Rotterdam

Ein aufregender Tag in Amsterdam: Das erwartet dich!

Amsterdam gleicht einem Gemälde, dessen Rahmen aus Wasser besteht: schmale Giebelhäuser, die sich in den Grachten spiegeln, Brücken in Hülle und Fülle und ein Licht, das schon Rembrandt und Van Gogh nicht mehr losließ. Das Beste daran: Du brauchst dafür keine Übernachtung in der Hauptstadt. Vom a&o Rotterdam City bist du in rund 40 Zugminuten mittendrin und abends rechtzeitig zurück für ein Getränk in der Hotelbar.

Dein Ausgangspunkt: das a&o Rotterdam City

Gestartet wird in Rotterdam, und das aus gutem Grund. Das a&o Rotterdam City liegt nur etwa 500 Meter vom Bahnhof Rotterdam Centraal entfernt. Du erreichst den Zug schon in knapp zehn Gehminuten, ohne Umwege und ohne Hetze. Rotterdam selbst ist übrigens ein Besuch wert, mit Markthalle, Euromast und den berühmten Würfelhäusern.

  • Günstig: Je nach Reisedatum übernachtest du schon ab 12 € im Mehrbettzimmer oder ab 49 € im Doppelzimmer.
  • Frühstück nach Wunsch: Das Frühstücksbuffet kannst du optional dazubuchen. Für einen langen Sightseeing-Tag lohnt sich das.
  • Hotelbar am Abend: Nach der Rückkehr lässt du den Tag bei einem Getränk ausklingen und tauschst Eindrücke mit anderen Gästen aus.
  • Rundum erreichbar: Die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt, auch wenn dein Zug spät zurückkommt. WLAN ist kostenlos.

Anreise: Mit dem Zug von Rotterdam nach Amsterdam

Fahrzeit: Die schnellsten Züge, die Intercity Direct der niederländischen Bahn (NS), benötigen für die rund 60 Kilometer lange Strecke etwa 40 Minuten. Sie fahren mehrmals pro Stunde. Ein Teil dieser Züge endet in Amsterdam Zuid. Von dort bringt dich ein Anschlusszug in etwa zehn Minuten zum Hauptbahnhof Amsterdam Centraal, oder du nimmst von dort die Straßenbahn. Die normalen Intercityzüge fahren ohne Zuschlag direkt bis Amsterdam Centraal und brauchen etwa eine Stunde bis eine Stunde und zehn Minuten.

Praktischer Rat: In den Niederlanden bezahlst du kontaktlos mit Bankkarte oder Handy (OVpay). Du hältst die Karte beim Einsteigen und beim Aussteigen an das Lesegerät am Bahnsteig und zahlst automatisch den richtigen Preis. Den Zuschlag für den Intercity Direct bezahlst du an den roten Säulen auf dem Bahnsteig. Einzelfahrkarten aus Papier sind um etwa einen Euro teurer. Fahrzeiten und Preise ändern sich gelegentlich, deshalb lohnt vorab ein Blick auf Nederlandse Spoorwegen.

Deine Route: Von Van Gogh über das Wasser zum Anne-Frank-Haus

Zwei Museen und eine Grachtenfahrt an einem Tag? Das klappt, wenn du dir die Wege vorher klug zurecht legst. Unser Vorschlag führt dich von Süden nach Norden und endet unweit des Hauptbahnhofs, sodass du am Ende nur noch in den Zug steigen musst.

Museumplein und Van-Gogh-Museum

Am Museumplein stehen das Rijksmuseum, das Stedelijk Museum und das Van-Gogh-Museum dicht beieinander. Das Rijksmuseum bewunderst du heute von außen, denn im Van-Gogh-Museum wartet die größte Sammlung des Malers weltweit, mit Werken wie den „Sonnenblumen“, der „Mandelblüte“ und den „Kartoffelessern“.

Eintrittskarten gibt es nur im Internet und mit festem Zeitfenster. Erwachsene zahlen 25 €, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei, Studierende zahlen 16 €. Kaufe die Karten ausschließlich auf der offiziellen Seite des Museums oder bei dessen ausgewiesenen Verkaufspartnern, denn vor Fälschungen wird ausdrücklich gewarnt.

Mittagspause: Markthalle De Hallen

Für die Mittagspause empfehlen wir die Foodhallen in der Markthalle De Hallen, einer früheren Straßenbahnhalle im Stadtteil Oud West. Unter einem Dach findest du Stände mit holländischen Bitterballen, Pfannkuchen, asiatischen Gerichten und vielem mehr. Jeder in der Gruppe bekommt, worauf er Lust hat, und bei Regen sitzt du trocken. Wer es klassisch holländisch mag, probiert unterwegs ein Brötchen mit Matjes (Hollandse Nieuwe) am Fischstand.

Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht

Von dort führt dich der Weg in das Viertel Jordaan zur Westerkerk und zum Anne-Frank-Haus. Das Hinterhaus, in dem Anne Frank mit ihrer Familie von 1942 bis 1944 versteckt lebte, ist mit bewusster Zurückhaltung erhalten. Der Besuch gehört zu den eindringlichsten Erlebnissen der Stadt.

Wichtig für die Planung: Eintrittskarten werden nicht an der Kasse verkauft. Jeden Dienstag um 10:00 Uhr werden neue Karten für den Zeitraum sechs Wochen später freigeschaltet, und sie sind schnell vergriffen. Ein Erwachsener zahlt 16,50 €. Komm pünktlich zum gebuchten Zeitfenster, denn wer es verpasst, kommt nicht mehr hinein. Die I amsterdam City Card gilt hier nicht.

Grachtenfahrt: ein Muss

Ohne eine Fahrt über das Wasser bleibt Amsterdam unvollständig. Ganz in der Nähe des Anne-Frank-Hauses legen Boote ab, die dich in etwa einer Stunde an der Magere Brug (Dünne Brücke), den Tanzenden Häusern, dem Goldenen Bogen und den Neun Straßen vorbeiführen. Eine einstündige Fahrt kostet je nach Anbieter etwa 15 bis 25 €. Bei den offenen Elektrobooten sitzt man besonders schön, und bei kühlem Wetter gibt es oft Decken. Wer will, nimmt stattdessen ein Boot ab Damrak direkt am Hauptbahnhof.

Ausklang zu Fuß: Neun Straßen, Begijnhof und Dam

Nach der Fahrt schlenderst du durch die Neun Straßen (Negen Straatjes), neun kleine Gassen zwischen Prinsengracht und Singel mit Läden, Cafés und Galerien. Weiter geht es zum Spui und zum Begijnhof, einem stillen mittelalterlichen Innenhof mit einem der ältesten Holzhäuser der Stadt. Hier wohnen Menschen, bitte sei also leise und prüfe vorab die Besuchszeiten. Zum Schluss erreichst du den Dam mit dem Königlichen Palast, dem Nationaldenkmal und der Nieuwe Kerk. Über die Straße Damrak sind es nur noch etwa zehn bis 15 Minuten zum Hauptbahnhof Amsterdam Centraal, dessen prächtige Fassade von 1889 ein würdiger Schlusspunkt ist.

Bummeltipp: Auf dem Weg vom Spui zum Dam liegt die Kalverstraat, die belebte Einkaufsstraße der Innenstadt mit bekannten Ketten und großen Kaufhäusern. Es lohnt sich, sie zu meiden, wenn du Ruhe suchst, und stattdessen in den Neun Straßen (Negen Straatjes) zu stöbern. Dort findest du kleine Läden mit Mode, Schmuck, Wohnaccessoires und Schallplatten. Wer lieber Marktluft schnuppert, bummelt über den Albert-Cuyp-Markt im Viertel De Pijp. Er liegt in der Nähe des Museumplein und eignet sich gut für einen Abstecher vor oder nach dem Van-Gogh-Museum. Die Öffnungszeiten prüfst du vorab, denn Markttage und Zeiten können sich ändern.

Souvenirtipp: Die Blumenmarkt am Singel (Bloemenmarkt) lädt mit Tulpenzwiebeln in bunten Tüten zu einem duftenden Mitbringsel ein. Aus der EU darfst du Zwiebeln problemlos mit nach Hause nehmen.

Süßer Tipp: Wer Zeit hat, gönnt sich am Noordermarkt im Café Winkel 43 ein Stück des berühmten Apfelkuchens.

Dein Tagesplan im Überblick

  • 07:30 Uhr: Ausgiebiges Frühstück im a&o Rotterdam City
  • 08:30 Uhr: Spaziergang zum Bahnhof Rotterdam Centraal (rund zehn Minuten)
  • 08:50 Uhr: Abfahrt mit dem Intercity Direct (die Züge fahren mehrmals pro Stunde, die Uhrzeit ist ein Richtwert)
  • 09:35 Uhr: Ankunft in Amsterdam, weiter mit Zug oder Straßenbahn zum Museumplein
  • 10:00 Uhr: Kaffeepause und Blick auf das Rijksmuseum, Spaziergang über den Museumplein
  • 11:00 Uhr: Van-Gogh-Museum (rund 1,5 Stunden)
  • 12:30 Uhr: Weg zur Markthalle De Hallen, zu Fuß oder mit der Straßenbahn
  • 13:00 Uhr: Mittagspause in den Foodhallen
  • 14:00 Uhr: Weg zur Westermarkt mit Blick auf die Westerkerk
  • 14:30 Uhr: Anne-Frank-Haus (ein bis anderthalb Stunden, Zeitfenster vorab buchen)
  • 16:15 Uhr: Grachtenfahrt (rund eine Stunde)
  • 17:15 Uhr: Neun Straßen, Spui, Begijnhof und Dam, bei Lust ein Stück Apfelkuchen am Noordermarkt
  • 18:30 Uhr: Spaziergang über den Damrak zum Hauptbahnhof Amsterdam Centraal
  • 19:00 Uhr: Rückfahrt nach Rotterdam, Ankunft gegen 19:45 Uhr
  • 20:00 Uhr: Abendessen und danach Ausklang des Tages in der a&o Hotelbar

Wenn dir ein Museum genügt: Streiche das Van-Gogh-Museum, starte direkt in der Innenstadt und gewinne so Zeit für Dam, Neun Straßen und eine zweite Pause am Wasser.

Kosten im Überblick

Posten Richtwert
Zug hin und zurück (mit Zuschlag) etwa 36 bis 42 €
Van-Gogh-Museum 25 € (Studierende 16 €, unter 18 Jahren frei)
Anne-Frank-Haus 16,50 €
Grachtenfahrt (eine Stunde) etwa 15 bis 25 €

Dazu kommen Essen und kleine Fahrten mit der Straßenbahn. Insgesamt solltest du ohne Verpflegung mit etwa 95 bis 110 € rechnen.

Amsterdam an einem Tag?

Mit guter Planung und zwei vorab gebuchten Zeitfenstern ist das möglich. Du siehst Kunst, Geschichte, Wasser und Gassen voller Leben und schläfst trotzdem günstig und entspannt in Rotterdam, nur zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Wer mehr Zeit mitbringt, verlängert den Aufenthalt einfach um eine Nacht und nimmt sich Rotterdam oder Amsterdam in Ruhe vor. Buche jetzt deine nächste Städtereise mit dem a&o Hostel in Rotterdam.

Häufige Fragen

Wie lange fährt der Zug von Rotterdam nach Amsterdam?
Mit dem schnellen Intercity Direct dauert die Fahrt etwa 40 Minuten. Mit dem normalen Intercity ohne Zuschlag sind es etwa eine Stunde bis eine Stunde und zehn Minuten.

Was kostet die Fahrt hin und zurück?
Rechne mit etwa 36 bis 42 € in der zweiten Klasse inklusive Zuschlag für den Intercity Direct. Der Zuschlag beträgt 3,20 € in der Hauptverkehrszeit und 1,92 € außerhalb davon. Der genaue Preis steht online in der Fahrplanauskunft.

Muss ich Eintrittskarten für das Anne-Frank-Haus und das Van-Gogh-Museum vorab buchen?
Ja, beide Häuser verkaufen Karten nur im Internet und mit festem Zeitfenster. Beim Anne-Frank-Haus werden die Karten dienstags um 10:00 Uhr für den Zeitraum sechs Wochen später freigegeben. Plane deshalb früh.

Lohnt sich ein Tagesausflug, oder sollte ich in Amsterdam übernachten?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schaffst du an einem Tag. Wer Cafés, Märkte und Abendstimmung in Ruhe erleben möchte, bleibt besser länger. Rotterdam ist als Ausgangspunkt praktisch, denn die Unterkünfte sind oft günstiger als mitten in Amsterdam.

Wie komme ich in Amsterdam von A nach B?
Die Innenstadt ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für längere Strecken nimmst du die Straßenbahn und bezahlst wie im Zug kontaktlos mit Bankkarte oder Handy. Die städtische Verkehrsgesellschaft GVB begrenzt den Tagespreis laut aktuellen Angaben auf 10,50 €.

Ist der Tagesausflug auch mit Kindern machbar?
Ja. Kinder bis 17 Jahre haben freien Eintritt im Van-Gogh-Museum, im Anne-Frank-Haus zahlen Kinder von 10 bis 17 Jahren 7 € und Kinder unter zehn Jahren 1 €. Kinder von vier bis elf Jahren fahren mit dem Railrunner für 2,50 € am ganzen Tag im Zug. Plane bei Familien Pausen ein und streiche notfalls ein Museum.

Was mache ich bei Regen?
Die Foodhallen, die Museen und die Grachtenfahrten auf Booten mit Dach sind wetterfest. Die offenen Boote fahren bei schlechtem Wetter teils nicht.

Wo kann ich in Amsterdam gut bummeln und einkaufen?
Gut zu Fuß erreichbar sind die Kalverstraat für große Geschäfte, die Neun Straßen für kleine Läden und Boutiquen sowie das Viertel Jordaan für Kunsthandwerk und Cafés. Auf dem Albert-Cuyp-Markt in De Pijp kaufst du Käse, Gebäck und Kleinigkeiten direkt vom Stand.

Was sind typische Souvenirs aus Amsterdam?
Beliebt sind Stroopwafels, ein Karamellgebäck zwischen zwei dünnen Waffeln, sowie Käse aus Gouda oder Edam, den du oft vakuumverpackt kaufen kannst. Dazu kommen Tulpenzwiebeln, Delfter Blau als Fliesen oder Porzellan, Holzschuhe und süße oder salzige Lakritze (Drop). Wer Besonderes sucht, schaut nach Genever, dem niederländischen Wacholderbranntwein, oder nach Kunstdrucken aus den Museumsläden von Van-Gogh-Museum und Rijksmuseum.

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