Von Budapest nach Szentendre: Tagesausflug mit Zeitplan
Rote Ziegeldächer, ockergelbe Giebel und Kirchtürme, die über enge Kopfsteingassen wachen: Nur eine knappe Dreiviertelstunde nördlich von Budapest liegt am Donauknie Szentendre, eine Stadt, die aussieht wie ein Gemälde. Serbische Flüchtlinge gaben ihr im späten 17. Jahrhundert ihr Gesicht, im 20. Jahrhundert folgten die Maler, die vom besonderen Licht schwärmten.
Ausgangspunkt: dein a&o Budapest City
Das a&o Budapest City liegt in der Csengery utca im lebendigen Stadtteil Erzsébetváros, zwischen den Bahnhöfen Nyugati und Keleti und nicht weit vom Oktogon. Eine Haltestelle für die Straßenbahn und den Bus erreichst du in wenigen Minuten, zur Metrostation Vörösmarty utca sind es etwa sieben Gehminuten.
- Günstig reisen: Je nach Reisedatum übernachtest du schon ab 12 € im Mehrbettzimmer oder ab 49 € im Doppelzimmer.
- Frühstück nach Wunsch: Das Frühstücksbuffet kannst du bei Bedarf dazubuchen. Für einen langen Ausflugstag ist das eine gute Grundlage.
- Hotelbar am Abend: Nach der Rückkehr kannst du den Tag bei einem Getränk in der Hotelbar ausklingen lassen.
- Guter Service: Rund um die Uhr besetzte Rezeption, kostenloses WLAN und ein ruhiger Innenhof zum Durchatmen.
Anreise: So kommst du von Budapest nach Szentendre
Mit der Vorortbahn HÉV (empfohlen): Die Linie H5 fährt vom Batthyány tér am Budaer Donauufer direkt nach Szentendre. Die Fahrt dauert rund 40 Minuten. Der Batthyány tér liegt gegenüber dem Parlament und ist mit der Metro M2 erreichbar.
Vom a&o Hostel zur Bahn: Vom a&o Budapest City nimmst du die Metro M1 bis Deák Ferenc tér, steigst dort in die M2 um und fährst bis Batthyány tér. Dafür solltest du etwa 30 Minuten einplanen.
Wichtig bei der Fahrkarte: Normale Budapester Fahrkarten und Karten für mehrere Tage gelten nur bis zur Stadtgrenze bei Békásmegyer. Für die Weiterfahrt nach Szentendre brauchst du eine Ergänzungsfahrkarte (Kiegészítő jegy). Kaufe sie vor der Abfahrt an den Automaten der Verkehrsgesellschaft BKK oder in der App, denn ohne gültige Fahrkarte wird ein erhöhtes Beförderungsentgelt fällig.
Sehenswürdigkeiten in Szentendre
Ankunft und Bükkös-Bach: Der Bahnhof liegt an einer stark befahrenen Straße. Keine Sorge, durch die Unterführung und über den kleinen Bükkös-Bach beginnt die Altstadt, und die Welt verwandelt sich schlagartig in Pastell und Kopfsteinpflaster. Feste Schuhe sind hier besser als hohe Absätze.
Fő tér (Hauptplatz): Das Herz der Stadt ist ein Platz voller barocker Kaufmannshäuser. In der Mitte steht das Pestkreuz von 1763, das die Kaufleute aus Dankbarkeit stifteten, weil die Pest die Stadt verschont hatte. Die Restaurants direkt am Platz sind oft teurer als in den Nebengassen, den Blick gibt es dafür gratis.
Regenschirmgasse (Bercsényi utca): Bunte Schirme überspannen die schmale Gasse und sorgen für ein beliebtes Fotomotiv. Wer ohne Gedränge fotografieren möchte, kommt am besten vor 10 Uhr.
Kirchenhügel (Templom tér): Eine schmale Treppe führt vom Hauptplatz hinauf zur katholischen Kirche Johannes des Täufers. Von oben blickst du auf die roten Dächer, die Kirchtürme und das Band der Donau. Hier findest du oft kleine Stände mit Kunsthandwerk.
Kovács-Margit-Museum: Margit Kovács schuf aus Keramik eigenwillige, ausdrucksstarke Figuren mit gestreckten Körpern und tiefem Gefühl. Das Museum liegt in einem Haus aus dem 18. Jahrhundert und gilt als das schönste Kunsterlebnis der Stadt.
Marzipanmuseum: Hier siehst du Figuren, Gebäude und sogar das Parlament aus Marzipan. Am Ende lockt der Laden mit Köstlichkeiten, etwa mit Orange und Schokolade.
Donaupromenade und Japanischer Garten: Am Fluss entlang spazierst du zur Ruhe. Wer die Menge hinter sich lassen möchte, findet unweit der Donau im Bereich des Czóbel Parks den kleinen Japanischen Garten mit Teich und Teehaus, der meist ohne Eintritt zugänglich ist.
Für den ganzen Tag: Skanzen. Das Freilichtmuseum für Volkskunde liegt etwa drei Kilometer außerhalb und erstreckt sich über 46 Hektar. Es zeigt Häuser, Mühlen und Kirchen aus ganz Ungarn, die hierher versetzt wurden. Zu Fuß ist die Strecke unattraktiv, besser nimmst du den Bus ab dem Bahnhof oder ein Taxi. Wer den Skanzen besucht, braucht für Szentendre einen vollen Tag und muss Teile der Altstadt streichen.
Mittagspause: Lángos und mehr
In den Nebengassen isst du besser und günstiger als direkt am Hauptplatz.
- Für den kleinen Hunger: An der Treppe zum Kirchenhügel gibt es bei Álomlángos den Klassiker Lángos mit Käse und Sauerrahm, ein frittiertes Fladenbrot, das der Teig knusprig und innen fluffig macht. Stehplätze in der Gasse gehören dazu.
- Zum Sitzen: Das Lokal Teyföl serviert moderne Varianten ungarischer Klassiker in einem Innenhof abseits des Trubels.
- Am Wasser: Am Donauufer lädt das Kacsakő Bisztró zu einem Getränk mit Flussblick ein. Probiere dort einen Fröccs, die ungarische Weinschorle.
Dein Tagesplan im Überblick
- 07:45 Uhr: Frühstück im a&o Budapest City
- 08:30 Uhr: Aufbruch zum Batthyány tér mit der Metro M1 und M2 (rund 30 Minuten)
- 09:10 Uhr: Ergänzungsfahrkarte kaufen und Abfahrt der HÉV (die Bahnen fahren mehrmals pro Stunde, die Uhrzeit ist ein Richtwert)
- 09:50 Uhr: Ankunft in Szentendre, durch die Unterführung zum Bükkös-Bach
- 10:15 Uhr: Fő tér mit Pestkreuz und Bercsényi utca mit den bunten Schirmen, solange es noch ruhig ist
- 11:00 Uhr: Aufstieg zum Kirchenhügel mit Blick über die Dächer
- 11:45 Uhr: Kovács-Margit-Museum
- 12:45 Uhr: Mittagspause mit Lángos oder im Restaurant
- 14:00 Uhr: Marzipanmuseum und Bummel durch die Seitengassen
- 15:15 Uhr: Spaziergang an der Donau, Kaffeepause oder Besuch im Japanischen Garten
- 16:15 Uhr: Rückfahrt mit der HÉV zum Batthyány tür
- 17:00 Uhr: Ankunft am Batthyány tér, Blick zum Parlament am anderen Ufer
- 18:00 Uhr: Rückkehr ins a&o Budapest City, danach Abendessen in der Nähe
- 20:00 Uhr: Ausklang des Tages in der Hotelbar vom a&o Budapest City
Bummeln und Mitbringsel
Die Hauptstraße Bogdányi utca ist die Einkaufsmeile der Stadt. Sie wird am Wochenende zwischen 11 und 15 Uhr sehr voll. Geh zwei Gassen weiter in die Wohnstraßen, dann ist es plötzlich ruhig. Typische Mitbringsel aus Szentendre sind Marzipan, Keramik, Paprikagewürz und Stickereien. Achte bei Letzteren auf echte Handarbeit, denn nicht alles, was als traditionell verkauft wird, stammt aus der Region.
Szentendre ist keine verborgene Geheimstadt, und gerade deshalb ist es so lohnend. Wer früh kommt, die Seitengassen erkundet und sich Zeit für Kunst, Lángos und Donaublick nimmt, erlebt einen Tag, der sich weit entfernt von der Großstadt anfühlt. Und weil du im a&o Budapest City übernachtest, bist du abends rechtzeitig zurück für einen gemütlichen Ausklang in der Hotelbar.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Fahrt von Budapest nach Szentendre?
Mit der Vorortbahn HÉV (Linie H5) ab Batthyány tér etwa 40 Minuten. Vom a&o Budapest City kommen etwa 30 Minuten bis zum Batthyány tér hinzu.
Fährt auch ein Schiff nach Szentendre?
Normalerweise verkehrt in der Saison ein Linienschiff ab Vigadó tér mit etwa anderthalb Stunden Fahrzeit.
Wie viel Zeit brauche ich in Szentendre?
Für die Altstadt reichen vier bis fünf Stunden. Für den Skanzen plane einen ganzen Tag ein.
An welchem Wochentag sollte ich fahren?
Die meisten Museen haben montags geschlossen. Am Wochenende zwischen 11 und 15 Uhr ist es in der Hauptstraße am vollsten. Ein Wochentag von Dienstag bis Freitag ist am entspanntesten.
Ist Szentendre barrierefrei?
Nur teilweise. Die Donaupromenade ist eben und gut zu befahren, Hauptplatz und Seitengassen haben holpriges Kopfsteinpflaster, und der Kirchenhügel ist steil. Die älteren Wagen der HÉV haben hohe Stufen.
Kann ich in Szentendre mit Karte zahlen?
Ja, fast überall. Der Euro werden in Läden oft nur zu ungünstigem Kurs angenommen, besser zahlst du in Forint oder mit Karte.