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Hotelmagazin


30.01.2013
18:20

Unterwegs in der Winter-Hauptstadt!

Ultimative Berlin-Tipps vom A&O-Team

Wahrzeichen der Stadt: das Brandenburger TorEin Berlin-Bericht von Rica, Rezeptionistin im A&O Berlin Friedrichshain


„Als zugezogener Berliner hat man das interessante Phänomen, dass man sich in der Stadt binnen weniger Monate besser auskennt als der Urberliner selbst. Es stimmt schon, dass der echte Berliner aus seinem „Kiez“ – die liebevolle Großstadtbezeichnung für die paar Blocks, die einen umgeben – kaum rauskommt.

Umso mehr kann ich unseren Gästen an der Rezeption helfen, wenn sie mal was „typisches Berlinerisches“ machen wollen."


Wie sich „Berlinerisch“ definiert, ist nicht so leicht zu sagen. Junge Touristen verbinden mit der Stadt Freiheit, Umbruch, Kreativität und die große Metropolen-Sehnsucht. Das trifft es in etwa, wird vom Berliner natürlich aber selbst ganz anders empfunden. Der meckert im Endeffekt über die gleichen Dinge wie Hinz und Kunz aus der Kleinstadt: „Der Bus ist schon wieder zu spät.“ -  „Strom ist schon wieder teurer geworden!“ und „Im Discounter waren schon alle Würstchen vergriffen, Berta.“.
Deswegen sind unsere Gäste aber natürlich nicht in die Hauptstadt gefahren. Drum ist mein erster Tipp, sich als Tourist nicht vom „Gemeinen Urberliner“ verschrecken zu lassen. Sehen Sie seine grummelige Art als Kompliment und fühlen Sie sich „jeschmeichillt, wenn Se uffm U-Bahn-Gleis anjerempillt werdn, weil Se als Touri imma im Weech stehn.. Hier jibbet Leute, die uff Aabeit müssn!“. Mein Geheimtipp: Hören Sie sich als Einstimmung Kurt Krömers „Wir Berliner sind ja quasi die Erfinder der Freundlichkeit“ an – dann kann Ihnen nichts mehr passieren, wenn Sie einmal da sind.
Zurück also zu meinen hilflosen Berlin-Besuchern an der Rezeption vom A&O Berlin Friedrichshain. Es ist tiefster Winter, die Gäste also ziemlich clever, weil sie die Touristenmassen vom Sommer damit glorreich umgangen haben.


Winter in Berlin ist super, wenn man weiß wohin. Hier also meine Highlights:


Leckere Berliner KücheViel, viel essen gehen!
Berlin ist ein kulinarisches Wunderland und vom leckeren Äthiopier („Langano“ in Kreuzberg) über den Sudanesen („Nil“ im Friedrichshain) bis hin zum vegetarischen Döner („Vöner“, direkt gegenüber von uns in der Boxhagener Straße!) gibt es einfach alles!
Wer nicht ganz so stark mit seinem Magen experimentieren will, den schicke ich in Restaurants mit deftiger Berliner Hausmannskost. Zu finden, zum Beispiel, in „Die dicke Wirtin“ in Wilmersdorf. Was einen dort erwartet? Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln, Königsberger Klopse mit Rote Beete und Salzkartoffeln, Kreuzberger Schweinebraten mit Rotkohl oder Havelzander an Meerettichschaum. Mir wurde auch versichert, dass die Schnaps- und Likörkarte der Renner sein soll!
Berlin hieß ja ursprünglich mal Cölln und bestand nur aus ein paar aneinandergereihten Häuschen. Zu sehen ist das damalige Cölln heute noch. Es nennt sich Nikolaiviertel, ist 5 Minuten vom Alexanderplatz entfernt, und birgt eine Menge kulinarischer Schätze. Probieren Sie die Berliner Erbsensuppe im „Mutter Hoppe“. Der Laden hat so viel berlintypisches Ambiente, dass Vorreservierungen nötig sind. Übernehmen wir an der Rezeption natürlich gerne für unsere Gäste und bestellen einen Tisch.


Galerien, Museen und Street Art abchecken!
Street Art in PrenzlbergMal ehrlich, im Sommer macht man das eh nie. Bei einem lauen Lüftchen gönnt man sich eher eine „Berliner Weiße“ (Bier mit Waldmeistersirup) in irgendeiner Beach-Bar an der Spree. Da kann man dann getrost wiederkommen und hat die schönsten Museen schon gesehen.


Für Kinder und Erwachsene ist das Kommunikationsmuseum in der Nähe vom Potsdamer Platz großartig. Viele Sachen zum Mitmachen, kostenlose Führungen und Roboter, denen die Kids Bälle zuwerfen können.


Ein großartiges Museum, indem man bei Matschwetter gut den ganzen Tag verbringen kann, ist das Jüdische Museum. Ein Klassiker für Touristen und Berliner Schulklassen und zwar aus gutem Grund. Geschichte kann – richtig aufbereitet – sehr gut rübergebracht werden. Diese Kulturwissenschaftler scheinen sich dabei besonders Mühe gegeben zu haben. Vergessen Sie nicht einen Wunsch im Granatapfelbaum zu hinterlassen. In der jüdischen Tradition werden die Äste zu Trägern von Wünschen, so wie Gläubige ihre Hoffnungen auf Zettel in die Ritzen der Klagemauer stecken, hängt man seinen Wunsch auf einer Apfelkarte an der Baum.
Wer gerne etwas Kunst mit nach Hause nehmen möchte, den schicke ich nach Mitte in die Auguststraße. Nach dem Mauerfall waren dort viele besetzte Häuser, heute finden Sie schicke Altbauten, zahlreiche Galerien und das Ausstellungszentrum Kunstwerke. Für jeden Geschmack etwas dabei. Alle 2 Jahre findet dort auch die Berliner Biennale für zeitgenössische Kunst statt.


Street Art in MitteUnd wenn wir schon bei Kunst sind: Die ist in Berlin überall und zu jeder Jahreszeit: Street Art wohin das Auge reicht. Wer sich richtig informieren will, nutzt die zahlreichen Führungen dafür. Wer’s auf eigene Faust entdecken will, der ist in den Bezirken Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte und Neukölln gut aufgehoben. Neben dem Eingang der Hackeschen Höfe, dem ehemaligen Jüdischen Viertel Berlins und heutigem Szeneviertel, ist ein versteckter Street Art-Juwel. Gleich rechts vom Café Cinema (Berlins ältestem Café!) ist der Beginn der „Street Art-Meile“, wie ich sie nenne. Die kleinen Metallmonster sind ihr Geld wert, mögen aber nicht jeden, der ihnen Geld gibt. Austesten lohnt sich!


Im Übrigen feiert die berühmte Nofretete dieses Jahr ihr 100-jähriges „Finde“-Jubiläum. Dazu wird die Lady extra mit einer eigenen Ausstellung („Licht von Amarna“) auf der Museumsinsel geehrt. Für Ägypten-Liebhaber und Hobby-Archäologen unbedingt einen Besuch wert.


Die Sonne scheint -  ab nach draußen!
Sobald das Grau der Sonne weicht, raus an die frische Luft! Auch im Winter haben alle berühmten Berliner Floh-, Trödel- und Biomärkte offen. Gesunde Kost und coole Accessoires gibt’s bei uns um die Ecke immer samstags und sonntags auf dem Boxhagener Platz!


Alle richtig hippen Szeneleute treffen sich in ihrem persönlichen Mekka, dem Flohmarkt auf dem Mauerpark und feilschen mit den neuesten Jung- und Hobbydesignern bekannt aus DaWanda & Co um neue Klamotten.  Die Gesangstalente treffen sich beim Karaoke sonntags in einer Art Amphitheater und hoffen auf Jubelrufe!

 

Gesangstalente im Mauerpark

 

Unbedingt nach der Quark-Bar Ausschau halten! Für 2,80€ könnt ihr euch diverse, superleckere Mager- und Sahnequark-Sorten zusammenmischen und mit tollen Toppings garnieren lassen. Hier im Bild mein Favorit: Heidelbeer-Mango-Himbeer mit Smarties!
Danach würde ich glücklich geshoppt eine Runde spazieren gehen. Das geht am besten im Tiergarten, weil Gäste damit gleich ein bisschen Sightseeing verbinden können oder im Grunewald. Lecker Quark!Beliebt bei Familien und Hundebesitzern. Das Schloss Grunewald hat auch ein kleines, aber feines Café mit Glühwein, Kaffee und leckerem Kuchen.


So, und jetzt noch was Verrücktes für richtige Sportliebhaber, die keine Minusgrade scheuen: Probiert doch mal „Stand Up Paddling“ auf der Spree aus, denn das ist a) definitiv etwas, das kein normaler Tourist je in einer Hauptstadt gemacht hat und b) eine tolle Möglichkeit Berlin in Slow-Motion auf dem Wasser kennenzulernen. Für jedes Alter geeignet, auch mit Kindern, jeder kann in seinen normalen Wintersachen anbehalten und günstig ist die Sache auch noch (20-40€ Board-Verleihgebühren für 2 Std.). Ruft einfach mal bei den Jungs Christian Hahn und Benno Cremer unter 030 692 07 49 00 an und fragt nach.



Meine Liste an tollen Entdeckungstouren ist eigentlich endlos, aber irgendwann kommt der Moment, da sage ich unseren Gästen dass – egal wie viel ich ihnen auch erzähle – sie die größte Freude haben werden, wenn sie Dinge selbst entdecken und einfach mit offenen Augen durch die Stadt gehen…

 

In diesem Sinne -  Willkommen im winterlichen Berlin!


Wer uns in Berlin besuchen und mir an der Rezeption „Hallo“ sagen will, der kann sich unser A&O Berlin Friedrichshain hier gerne mal anschauen.
Und diejenigen, die gerne öfters mehr erfahren möchten über Städtetipps, Events, Aktionen und Gewinnspiele, denen empfehle ich zu guter Letzt noch unsere Facebook-Seite.

Hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen!

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