T3BLOG

Kategorie
Hotelmagazin


20.11.2013
13:03

Perspektive Ausbildung Teil II

Ausbildung in der Hotellerie – Klappe, die Zweite

Ein Gastbeitrag von Steven Haas, Azubi im 3. Lehrjahr des A&O Berlin Mitte

...Azubi Steven!

Heute möchte ich ein wenig mehr über die Ausbildung bei A&O erzählen, dieses Mal nur aus der Sicht von mir, Steven.


„Warum gibt’s jetzt einen weiteren Teil?“, wird sich der ein oder andere fragen. Das ist relativ einfach: Im Hotel gibt es viele Ausbildungsstellen und so lerne ich z.B. den klassischen Hotelfachmann. Das bedeutet für mich in erster Linie, dass ich im Hotel direkt unterwegs bin und meine Bürozeit recht kurz gehalten ist. Bin ich ehrlich gesagt auch nicht sehr traurig drüber, da ich eher ein „Zappelphilipp“ bin und daher Bewegung sehr gut tut.


Typische BarschichtAber, was mach ich eigentlich den ganzen Tag? Nun das ist genau der Punkt, der mir an meinem Job so gefällt: Man weiß es am Anfang eines Tages nicht so genau. Klar, gibt es die tagtäglichen Dinge, die zu erledigen sind - sei es nun die frische Wäsche zu verräumen, das Schneiden des Salats für das Buffet oder das Reinigen der Kaffeemaschine. Was diesen Job so einzigartig macht, sind die Menschen.


Denn jeder Mensch bringt seine ganz eigenen Erwartungen und Wünsche mit. Diese alle zu erfüllen, ist leider nicht immer möglich. Es hält mich dennoch nicht ab mein Bestes zu geben. Warum? Weil es für mich nichts Besseres gibt, als die Wertschätzung der Gäste. Denn sie merken, ob man sich Mühe gibt oder nicht.


Am Anfang hatte ich kurzzeitig überlegt in ein Hotel mit mehr Sternen zu wechseln, aus Angst, ich würde nicht so viel lernen. Denn bei der Abschlussprüfung ist es den Leuten egal aus welchem Haus man kommt; die Fragen und Aufgaben sind für alle gleich. Ich habe mich sehr schnell dazu entschlossen diesen Gedanken von Bord zu werfen. Zugegeben, ich habe immer noch recht wenig Ahnung, welchen Wein man zu welchem Essen serviert. Was mich überzeugt hat, ist die Selbstfindungsmöglichkeit.

 

Frühstücksvorbereitung im AO Berlin MitteWährend vieler meiner Klassenkameraden ziemlich unzufrieden sind, da sie sich für die Arbeit verstellen müssen, habe ich die Chance ich selbst zu sein.
Bitte an dieser Stelle nicht falsch verstehen: Wer den Knigge kennt, weiß, dass es gewisse Umgangsformen gibt. Es geht dabei mehr darum, dass man seine Meinung und Ideen äußern kann. Und - Man wird ernst genommen! Und junge Menschen haben nicht immer die besten Ideen, aber anstatt ein „NEIN“ zubekommen, wird einem erklärt: wieso, weshalb, warum und man bekommt das Wissen übermittelt, was der Begriff „Hotel“ eigentlich bedeutet.


Man bekommt als junger Mensch Zeit, sich selbst auszuleben (in Maßen versteht sich) und sich selbst zu finden. Dadurch lernt man gerade an der Rezeption vor allen Menschenkenntnisse. Nicht zuletzt, da unser Publikum vom Kleinkind bis zu älteren Menschen reichen, von allen Ländern der Welt kommen und jeder seine ganz eigene Persönlichkeit hat.


Ich habe in diesem Beruf meine Berufung gefunden, denn jeden einzelnen Tag habe ich das Gefühl, die Welt ein Stück mehr zu verstehen.

Danke, Steven, für deine interessanten Einblicke! Falls ihr jetzt Lust auf eine Ausbildung bei A&O habt, dann schaut doch mal bei unseren Jobs nach! Wir freuen uns auf eure Bewerbung europaweit!

Mein Kommentar

Ich möchte über jeden weiteren Kommentar in diesem Post benachrichtigt werden.

Zurück